Lexikon

Inhalt drucken

Navigation

D E F G H K L S T V W 

 

Akzentbeleuchtung

Akzentbeleuchtung wird dazu benutzt, bestimmte Merkmale in einem Raum zu betonen, wie zum Beispiel Kunstgegenstände in Museen oder Sonderangebote in Geschäften. Diese Art von Beleuchtung sollte keine allzu starken Helligkeitskontraste erzeugen.

zurück


Allgebrauchslampe
Die Allgebrauchslampe, ist seit über 100 Jahren bekannt und somit die älteste elektrische Beleuchtung auf dem Markt.

Umgangssprachlich auch als Glühlampe, Glühfadenlampe oder auch Glühbirne bezeichnet.

Die Allgebrauchslampe ist eine künstliche Lichtquelle. In der Glühlampe wird ein elektrischer Leiter, der Wendel durch elektrischen Strom aufgeheizt und dadurch zum Leuchten gebracht. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Bauformen, die Normalform, die Kerzenform, die Tropfenform, Birnenform, Reflektorform und die Röhren-und Linienlampen. Die meisten Allgebrauchslampen besitzen einen Schraubsockel, außer die Röhren-und Linienlampen.

Die Allgebrauchslampe wird heute noch sehr oft zur Wohnraumbeleuchtung eingesetzt. In der Europäischen Union, Australien und einigen anderen Ländern ist aus Energiespargründen ein Herstellungs- und Vertriebsverbot von Glühlampen mit geringer Energieeffizienz (Energielabel E, F und G) geplant oder schon beschlossen.

zurück
 
Allgemeinbeleuchtung

Allgemeinbeleuchtung erzeugt ein einheitliches Beleuchtungsstärkeniveau in einem großen Bereich. In bestimmten Räumen, wie z.B. Schränken, Lagerräumen, Betriebsräumen und Garagen, reicht eine einzige Leuchte oder Leuchtengruppe für die gesamte erforderliche Beleuchtung aus. Diese Innenbereiche befinden sich normalerweise dort, wo die Gestaltung und das Erscheinungsbild des Raumes gegenüber den auszuleuchtenden Gegenständen zweitrangig ist und Kosten einen entscheidenden Faktor darstellen. Gefordert sind hier vor allem eine gute allgemeine Lichtverteilung und eine primär horizontale Beleuchtung ohne Schatten.

zurück
 
Arbeitsplatzbeleuchtung
Wie der Name bereits vermuten lässt, dient die Arbeitsplatzbeleuchtung zum Aufhellen spezifisch ausgewiesener Arbeitsbereiche wie Schreibtische und Theken. Arbeitsplatzbeleuchtung verringert die Abhängigkeit von der allgemeinen Deckenbeleuchtung und bietet eine bessere Beleuchtungsqualität für bestimmte Aufgaben, wobei die Beleuchtung direkt auf die Arbeitsfläche ausgerichtet ist. Die meisten Arbeitsplatzleuchten erzeugen ein gebündeltes Licht und sind lokal angeordnet.

Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz wird ebenfalls verringert, wenn ein stärkeres Bewusstsein von potentiell gefährlichen Situationen besteht, und wenn die Stimmung, Aufmerksamkeit und Gesundheit von Industriearbeitern durch qualitativ hochwertige Beleuchtung gefördert werden. Dieser Effekt kann gar nicht stark genug betont werden, da ein niedrigeres Aufmerksamkeitsniveau bei den Mitarbeitern und ein hohes Ermüdungsniveau eine beträchtliche Anzahl von Unfällen verursachen.

Neben der Auswirkung auf die Sehleistung und die Unfallhäufigkeit, hat die Beleuchtung auch einen starken Einfluss bei der Schaffung einer stimulierenden Arbeitsumgebung. Heutzutage werden der Raumaufteilung und der Gestaltung der Inneneinrichtung verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt, doch die Beleuchtung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Während sie einerseits in der Lage ist, die positiven Elemente eines Design zu betonen, kann die Beleuchtung andererseits gerade von solchen Elementen ablenken, zum Beispiel durch eine verringerte Farbwiedergabe oder durch Blendwirkungen. Die Beleuchtungsanforderungen für Räume und Aktivitäten für Arbeitsstätten in Innenräumen sind in der europäischen Norm EN12464-1 Beleuchtung von Arbeitsstätten des Europäischen Normenausschusses (CEN) verfasst. Die Norm, die seit September 2002 in Kraft ist, gilt als einheitliche europäische Norm für alle Mitgliedsstaaten der EU und tritt an die Stelle der jeweiligen nationalen Richtlinien. Die Norm beinhaltet Vorgaben für Beleuchtungsanlagen für nahezu jede in einem Innenraum untergebrachten Arbeitsstätte und die dazugehörigen Bereiche mit Bezug auf Quantität und Qualität der Beleuchtung. Ferner enthält sie Empfehlungen für eine einwandfreie Beleuchtungspraxis.

zurück
 
Ausstrahlungswinkel
Mit dem Ausstrahlungswinkel bezeichnet man den Öffnungswinkel des Lichtbündels einer Leuchte oder eines Leuchtmittels. Der Ausstrahlungswinkel wird gemessen in „spot“= ca. 12° - 15°, „flood“= ca. 24° - 30°, „wide flood“ ca. 36° - 44° und „vwfl“ ca. 60°.

Bei einer Akzentbeleuchtung nutzt man somit einen „Spot“ und für einer gleichmäßigen Ausleuchtung einen „Flood“ Reflektor oder Leuchtmittel.

zurück


 

Beleuchtungsqualität
Eine gute Qualität der Beleuchtung ist ein entscheidender Faktor, der unsere Fähigkeit, Aufgaben bei der Arbeit und daheim zu erfüllen, stark beeinflusst. Sie hat außerdem eine tiefgreifende Auswirkung auf unsere Stimmung und (wie neueste Forschungen belegen) unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Auch für die verkaufsfördernde Wirkung spielt die Beleuchtungsqualität eine große Rolle.

Sie umfasst verschiedene Kriterien, unter anderem Beleuchtungsniveau, Leuchtdichtekontrast, Blendungswirkung und räumliche Verteilung des Lichts, Farbe und Farbwiedergabe.

 

a. Beleuchtungsniveau

Das Beleuchtungsniveau sollte jederzeit hoch genug sein, um eine ausreichende Sehleistung für die zu erfüllenden Aufgaben gewährleisten zu können. Forschungen haben ergeben, dass ein Anheben des Beleuchtungsniveaus von einem niedrigen oder mittleren Niveau auf ein hohes Beleuchtungsniveau zu einer Steigerung der Geschwindigkeit und Genauigkeit führt, mit der Objekte erfasst und erkannt werden. In einem Büro oder einer Fabrik ist die Sehleistung einer Person von der Qualität der Beleuchtung und der eigenen „Sehfähigkeit“ abhängig. In dieser Hinsicht ist das Alter ein wichtiges Kriterium, da sich die Beleuchtungsanforderungen bei steigendem Alter ändern – ein Sechzigjähriger benötigt für eine bestimmte Sehaufgabe im Durchschnitt bis zu 15 Mal mehr Licht als ein Zehnjähriger. Darüber hinaus steigt die erforderliche Lichtmenge im Allgemeinen verhältnisgleich zu der Geschwindigkeit, mit der die visuelle Information präsentiert wird und verringert sich in Abhängigkeit von der Größe des betrachteten Gegenstands. Ein Tennisball ist zum Beispiel kleiner als ein Fußball und bewegt sich schneller. Folglich sind die für ein gutes Spiel erforderlichen Beleuchtungsniveaus für Tennis höher als für Fußball. Und ein Fertigungsprozess, bei dem es auf die Erfassung winziger Objektdetails ankommt, erfordert höhere Beleuchtungsstärken als ein Prozess, bei dem die visuellen Anforderungen weniger hoch sind.

b. Leuchtdichtekontrast

Leuchtdichtekontrast oder Leuchtdichtenverteilung innerhalb des Sehfeldes ist ein außerordentlich wichtiges Kriterium für die Beleuchtungsqualität. Wenn die Leuchtdichtekontraste zu niedrig sind, bietet das Ergebnis einen langweiligen und matten Anblick, ohne interessante Stellen. Zu hohe Kontraste lenken ab und führen zu Adaptionsschwierigkeiten der Augen, wenn diese von einem visuellen Ziel zu einem anderen wechseln. Ausgewogene Kontraste ergeben eine harmonische, befriedigende und komfortable visuelle Szene. Bei der Innenbeleuchtung gilt die Faustregel, dass das Leuchtdichtekontrastverhältnis (Verhältnis zwischen höchster und niedrigster Leuchtdichte) innerhalb des Sehfeldes nicht höher als 3 und nicht niedriger als 1/3 sein sollte.

c. Blendungsbegrenzung

Blendung ist der Effekt, der durch Helligkeitsniveaus innerhalb des Sehfeldes verursacht wird und erheblich über dem Niveau der Helligkeit liegt, an das sich die Augen angepasst haben. Dies kann zu einer Verringerung der Sehleistung und zu einer Beeinträchtigung des Sehkomforts führen. Eine zu starke Blendung kann sogar zu Beschwerden wie Verschleierung, überanstrengte Augen und Kopfschmerzen führen. Daher ist es wichtig, die Blendung zu begrenzen, um Fehler, Ermüdungserscheinungen und Unfälle zu vermeiden. Das Maß an Blendungsbegrenzung ist sehr stark von der optischen Qualität der Leuchten in Kombination mit den verwendeten Lampentypen abhängig. Dank der größeren Abmessungen besitzen Leuchtstofflampen eine höhere Leuchtdichte als Hochdruck-Gasentladungslampen und ist es einfacher, die Blendungswirkung bei solchen Lampen zu begrenzen.

d. Räumliche Verteilung des Lichts

Ein wichtiges Kriterium für die Beleuchtungsqualität ist die Art und Weise, in der sich das Licht im Raum verteilt, da dies die Muster der erzeugten Beleuchtungsstärken bestimmt. Die auf die Innenbeleuchtung anwendbaren Beleuchtungsstärkeempfehlungen lassen sich nach mehreren Methoden implementieren. Lichtquellen können anhand eines Systems der sogenannten diffusen Allgemeinbeleuchtung recht gleichmäßig verteilt werden. Sie können mit Hilfe der direktionalen Beleuchtung in bestimmten Bereichen konzentriert oder im gesamten Raum verteilt werden, indem eine Kombination der beiden genannten Systeme angewandt wird

e. Farben und Farbwiedergabe

Ein Gegenstand erscheint farbig aufgrund der Tatsache, dass er nur einen Teil des Wellenbereichs des darauf einfallenden Lichts reflektiert. Die Art und Weise, in der die Farben um uns herum wiedergegeben werden, ist daher in erheblichem Maße von der Farbzusammenstellung der Beleuchtung abhängig. Eine gute Farbwiedergabe ist wichtig, wenn Gegenstände mit ihrem „wahren“ farblichen Erscheinungsbild präsentiert werden sollen. Im Allgemeinen sollte die für einen Innenraum verwendete Beleuchtung so gewählt werden, dass vertraute Gegenstände (z.B. Nahrungsmittel, Getränke, Personen) angenehm und natürlich erscheinen. Durch die richtige Wahl der Lichtquelle (mit einer Farbwiedergabe von mindestens Ra 90) lassen sich Probleme ohne großen Aufwand vermeiden. Dennoch gibt es auch Situationen, in denen die Farbwiedergabe kaum oder gar keine Bedeutung hat. Ein Beispiel dafür ist Straßenbeleuchtung, deren wichtigste Aufgabe es ist, die Straße und die darauf befindlichen Objekte für den Verkehrsteilnehmer deutlich wahrnehmbar zu machen, wobei die Farben von Flächen praktisch keine Rolle spielen.

zurück
 

Beleuchtungsstärke
Die Kurzbezeichnung für die Beleuchtungsstärke ist E. Dies ist die Lichtmenge, die auf ein Flächenelement einer Oberfläche fällt. Die Einheit der Beleuchtungsstärke ist das Lumen/m2 oder Lux (lx)

Beispiele:

Sommer, am Mittag, bei klarem Himmel (Äquator):100.000 Lux
Im Freien, bei stark bewölktem Himmel:5.000 Lux
Kunstlicht, in einem gut beleuchteten Büro:800 Lux
Kunstlicht, im Verkaufsbereich:800-1000 Lux
Vollmond, bei einer klaren Nacht:0,25 Lux

zurück
 

Dimmen
Mit einem Dimmer kann die Leuchtleistung der Lampe reduziert werden, daher auch die deutsche Bezeichnung "Verdunklungsschalter". Schalter, die diese Aufgabe erfüllen, werden im allgemeinen Dimmer oder Dimmerschalter genannt. Sie ermöglichen eine Regulierung der an der Lampe anliegenden Spannung zwischen 230 V und ca. 50 V.

Dimmer sind im Normalfall für Glühlampen (Lampen mit Glühfaden) konzipiert.

Andere Lampen, welche mit einem elektronischen Vorschaltgerät betrieben werden, benötigen ein dimmbares Vorschaltgerät.

zurück


 

EVG
Ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) ist ein Einzelgerät, das sowohl den Lampenstart (bzw. die "Zündung") als auch den Lampenbetrieb (Spannungs- und Stromsteuerung) bewältigt. Es erzielt einen Leistungsfaktor von nahezu "1" (Phasengleichheit) und schaltet die Lampe zum Ende ihrer Lebensdauer sicher ab. Durch den Einsatz kleiner Elektronikkomponenten anstelle von schweren Eisenkernen mit langen Kupfer-Spulenwicklungen erzielen EVGs äußerst kompakte Ausmaße, ein geringes Gewicht und zusätzlich verlängert sich die Lebensdauer der Leuchtmittel.

zurück


 

Farbtemperatur
Die Lichtfarbe eines Leuchtmittels wird gemessen durch die Farbtemperatur in Kelvin (K).

Obwohl weißes Licht aus einem Gemisch von Farben besteht, sind nicht alle weißen Farben gleich, da sie von ihren jeweiligen Farbbestandteilen abhängig sind. Somit wird ein Weiß mit einem höheren Rot-Anteil wärmer erscheinen und ein Weiß mit einem höheren Blau-Anteil wird hingegen kühler erscheinen. Um die unterschiedlichen Arten von weißem Licht einteilen zu können, wird das Konzept der Farbtemperatur angewandt, welche als der Farbeindruck eines perfekten Planckschen Strahlers bei bestimmten Temperaturen umschrieben wird. Dieses Konzept lässt sich am Besten anhand vertrauter thermaler Strahler wie der Glühfaden einer Glühlampe oder eines Eisenstabes erläutern. Wenn diese Materialien bis auf eine Temperatur von 1000 K erhitzt werden, wird ihr Farbeindruck rot sein, bei 2000-3000 K werden sie gelblich-weiß erscheinen, bei 4000 K neutral-weiß und bei 5000-7000 K kühl-weiß. Mit anderen Worten: je höher die Farbtemperatur, desto kühler wird der Farbeindruck des weißen Lichts. Die Farbtemperatur ist ein wichtiger Aspekt bei Beleuchtungsanwendungen.

Die Wahl der Farbtemperatur wird von folgenden Faktoren bestimmt:

• Ambiente: Warm-Weiß schafft eine gemütliche, einladende Atmosphäre; Neutral-Weiß erzeugt eine sachliche, geschäftliche Atmosphäre.

• Klima: Einwohner kühlerer geographischer Regionen bevorzugen im Allgemeinen ein wärmeres Licht, während Einwohner (sub-) tropischer Zonen generell ein kühleres Licht bevorzugen.

• Benötigtes Beleuchtungsniveau Intuitiv gehen wir von Tageslicht als natürliche Referenz aus. Ein warm-weißes Licht entspricht in etwa dem Tageslicht am Ende des Tages, bei einem niedrigeren Beleuchtungsniveau. Kühl-weißes Licht ist mit dem Tageslicht in der Tagesmitte vergleichbar. Dies bedeutet, dass bei der Innenbeleuchtung niedrige Beleuchtungsniveaus mit Hilfe von warm-weißen Licht geschaffen werden sollten. Wenn ein sehr hohes Beleuchtungsniveau erforderlich ist, sollte dies mit Hilfe eines neutralen oder kühl-weißen Lichts erzeugt werden.

• Farbschema der Inneneinrichtung. Farben wie Rot und Orange erscheinen vorteilhaft bei warm-weißem Licht, kühle Farben wie Blau und Grün erscheinen ein wenig satter bei einem kühl-weißen Licht. In der Mode- und Möbelbrache wird hauptsächlich eine Farbtemperatur von 3000 K empfohlen.

 

BEISPIELE VERSCHIEDENER FARBTEMPERATUREN

LichtartFarbtemperatur (K)
Kerzen1900 – 2500
Lampen mit Wolfram-Glühfaden2700 – 3200
TL-Leuchtstofflampen 2700 – 6500
Hochdruck-Natriumdampflampen (SON)2000 – 2500
Metall-Halogendampflampen3000 – 5600
Hochdruck-Quecksilberdampflampen3400 – 4000
Mondlicht 4100
Sonnenlicht5000 – 5800
Tageslicht (Sonne + klarer Himmel)5800 – 6500
Bewölkter Himmel   6000 – 6900

zurück


 

Farbwiedergabe
Zur Bewertung der Farbwiedergabe von Lampen dient der allgemeine Farbwiedergabeindex Ra, der von einem Satz von acht Testfarben aus unserer Umwelt abgeleitet ist. Ra 100 steht für den besten Wert, je niedriger der Wert um so schlechter sind die Farbwiedergabeeigenschaften.

Für die Einteilung von Farben nach ihren Farbwiedergabeeigenschaften wurde der sogenannte Farbwiedergabeindex (CRI, auch mit Ra angegeben) eingeführt. Die Ra-Skala reicht von 50 bis 100. In der folgenden Tabelle wird die Bedeutung der Ra-Werte erläutert:

Ra = 90 - 100    Ausgezeichnete Farbwiedergabeeigenschaften
Ra = 80 - 90    Gute Farbwiedergabeeigenschaften
Ra = 60 - 80   Mittlere Farbwiedergabeeigenschaften
Ra < 60 Mangelhafte Farbwiedergabeeigenschaften

zurück
 

Fassung
Als Fassung, Lampensockel oder Lampenfassung wird die mechanische Halterung von Leuchtmitteln bezeichnet, die auch den elektrischen Kontakt herstellt. Sie nimmt die Lampe auf und gibt ihr Halt. Die Verbindung zwischen Leuchtkörper und Fassung ist der Sockel.
Hier finden Sie eine Übersicht der gängigen Sockeltypen
zurück
 

Gasentladungslampen
Bei einer Gasentladungslampe läuft ein elektrischer Strom durch ein Gas hindurch zwischen zwei Elektroden, die an den beiden Enden einer geschlossenen Glasröhre angebracht sind. Kollisionen von freien Elektronen und Gasatomen regen die Gasatome an, die dadurch auf ein höheres Energieniveau gebracht werden. Diese angeregten Atome fallen anschließend wieder auf ihr natürliches Energieniveau zurück und geben die entsprechende überschüssige Energiemenge in Form von Strahlung frei.

zurück


 

Hochdruck-Natriumdampflampen
Hochdruck-Natriumdampflampen werden mit einem viel höheren Gasdruck betrieben, was im Vergleich zu Niederdruck-Natriumdampflampen mehr interatomare Wechselwirkungen ergibt und ein breiteres Strahlungsmuster erzeugt. Die charakteristische gelbe Strahlung wird vollständig absorbiert, so dass ein ausgesprochen warm-weißes Licht, mit einer starken Wiedergabe roter Farbanteile, entsteht.

zurück


 

Hochdruck-Quecksilberdampflampen
Hochdruck-Quecksilberdampflampen enthalten Quecksilberdampf, eingeschlossen in einer Quarz-Entladungsröhre (als Brenner bezeichnet), und werden bei einem Druck von 200 bis 1500 kPa betrieben. Man hat festgestellt, dass der Entladungsprozess bei diesem Druck einen Großteil seiner Energie innerhalb des sichtbaren Bereichs des Spektrums entlässt (im Gegensatz zur Niederdruck-Quecksilberdampflampe, die hauptsächlich unsichtbare ultraviolette Strahlung erzeugt). Die Entladungsröhre, die ein bläulich-weißes Licht ausstrahlt, befindet sich in einem Außenkolben aus Glas. Die Innenseite dieses Außenkolbens kann mit einem Leuchtstoffpulver beschichtet werden, das hauptsächlich zur Erzeugung von Strahlung im roten Bereich dient, mit Hilfe derer die Farbwiedergabe verbessert und der Lichtstrom um ungefähr 10% erhöht wird.
zurück


 

Keramik-Metallhalogendampflampen
Eine der neuesten Entwicklungen ist die Keramik-Metallhalogendampflampe, die mit einer Entladungsröhre versehen ist, die statt aus Quarzglas aus einem keramischen Material hergestellt wird. Durch die Anwendung von Keramik kann die Lampe mit einer höheren Entladungstemperatur betrieben werden. Desweiteren lässt sich eine optimale Geometrie des Brenners erzielen. Diese beiden Innovationen haben zu einer erheblichen Verbesserung der Farbeigenschaft und Lebensdauer geführt.

zurück


 

Lampe
Die Lampe wird auch als Leuchtmittel bezeichnet. Sie erzeugt aus elektrischer Energie Licht. Es gibt viele unterschiedliche Lampen: Leuchtstofflampen, Energiesparlampen, Kompaktleuchtstofflampen, Entladungslampen, Halogenlampen, Infrarotlampen, Allgebrauchslampen, LED Lampen…
zurück
 

LED
Definition

Eine licht-emittierende Diode (LED) ist ein Halbleiterbauelement, das inkohärentes Licht in einem engen Spektralbereich emittiert, wenn es in Vorwärtsrichtung elektrisch betrieben wird.

Grundprinzip einer LED (Light Emitting Diode)
Eine Leuchtdiode besteht aus mehreren Schichten (layer) halbleitendem Material
Beim Betrieb der Diode mit Gleichspannung wird in der aktiven Schicht Licht erzeugt
Das erzeugte Licht wird direkt oder durch Reflexionen ausgekoppelt
Im Gegensatz zu Glühlampen, die ein kontinuierliches Spektrum aussenden, emittiert eine LED Licht in einer bestimmten Farbe
Die Farbe des Lichts hängt vom verwendeten Halbleiter-Material ab

Zwei Materialsysteme (AllnGaP und InGaN) werden benutzt, um LED mit hoher Helligkeit in allen Farben von Blau bis Rot und auch in Weiß (Lumineszenzkonversion) zu erzeugen. Dabei sind unterschiedliche Spannungen erforderlich um die Diode in Durchlassrichtung zu betreiben.

Erzeugung von weißem Licht
Um weißes Licht zu erzeugen, wird das Licht von blauen LED durch meist phosphorhaltige und damit gelbe Leuchtstoffe geleitet. Durch die Zusammensetzung des Leuchtstoffes wird die Lichtfarbe gesteuert.

Innovative Leuchtdioden bieten eine Vielzahl von technologischen Vorteilen:
• niedriger Stromverbrauch
• äußerst lange Lebensdauer
• extrem wenig Frühausfälle
• kleinste Abmessungen
• hohe Stoß- und Vibrationsfestigkeit
• keine UV- oder IR- Strahlung
• geringe Leistungsaufnahme
• fast keine Wärmeentwicklung
• gerichtetes Licht - Lambertstrahler mit 120° Abstrahlwinkel
• hohe Farbsättigung
• Dimmbarkeit
• Dadurch ergeben sich für den Anwender:
• kreative Designmöglichkeiten durch Farbenvielfalt, kompakte Abmessungen und Flexibilität der Module
• hoher wirtschaftlicher Nutzen durch niedrigen Energieverbrauch, lange Lebensdauer und geringe Wartung
• maximale Zuverlässigkeit auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen

Die Zukunft des Lichts?
Für die Allgemeinbeleuchtung ist weißes Licht notwendig. Weiße LED mit einer Lichtausbeute von etwa 85 - 125 lm/W - die bereits die Wolfram-Halogen Produkte überragen- gibt es erst seit wenigen Jahren. Dabei regt das Licht eines blauen LED Chips gelbe Leuchtstoffe an, die mit dem Vergussharz vermischt sind. Aus blau und gelb wird insgesamt weißes Licht erzeugt.

Die Lebensdauer von LED und LED Modulen ist von verschiedenen Faktoren abhängig:
Die Lebensdauer der LED ist erreicht, wenn der Lichtstrom nur noch 50 % des Wertes beträgt, der am Anfang gemessen wurde

LED verbrauchen wenig Strom!

Je mehr Leistung aus einem LED Modul heraus geholt werden soll, desto mehr Strom wird verbraucht. Aber: Ca. 30% der Energie werden in Licht umgesetzt! LED sind mit ca. 45 lm/W und mehr heute schon eine sehr effiziente Lichtquelle.
zurück

  

Leuchtdichte
Die Kurzbezeichnung für die Leuchtdichte ist L. Die Leuchtdichte beschreibt, wie hell eine Lampe dem Auge erscheint. Sie wird als Leuchtstärke pro Flächeneinheit der Licht ausstrahlenden Oberfläche gemessen. Die Einheiten sind gewöhnlich "Candela pro Quadratzentimeter" (cd/cm²). Trotz gleichen Gesamtlichtstroms erscheinen mache Lampen heller als andere. Der Grund dafür, dass das Licht der Glühlampe heller wirkt, ist die kleine Fläche, von der das Licht abgestrahlt wird: der Glühfaden. Bei einer Kompaktleuchtstofflampe strahlt dagegen die gesamt Oberfläche der Röhre Licht ab.

Die Helligkeit der Lampenoberfläche (bzw. der Licht ausstrahlenden Oberfläche) wird mitunter als Oberflächenhelligkeit bezeichnet, der korrekte Begriff lautet jedoch Leuchtdichte.

Beispiele:
• Oberfläche der Sonne: 1.650.000.000 cd/m2
• Glühfaden einer klaren Glühlampe: 7.000.000 cd/m2
• Leuchtstofflampe: 5000-15.000 cd/m2
• Straßenbelag bei Kunstlicht: 0,5-2 cd/m2

zurück


 

Leuchte
Als Leuchte wird ein Gegenstand bezeichnet, der der Beleuchtung dient und dazu eine Aufnahmevorrichtung für ein Leuchtmittel besitzt oder ein fest installiertes Leuchtmittel enthält (wie ein LED-Modul). Eine Leuchte sorgt für den sicheren Betrieb der Lampe(n) und für die gewünschte Lichtlenkung (Lichtverteilung).

Umgangssprachlich werden Leuchten oft als Lampen bezeichnet. Die Lampe ist jedoch das Leuchtmittel, zum Beispiel die Glühlampe (umgangssprachlich „Glühbirne“) oder die Leuchtstofflampe. Leuchten gibt es in verschiedenen Bauarten wie Deckenleuchten, Wandleuchten, Tischleuchten, Standleuchten, Straßenleuchten. Sie können fest installiert oder mobil sein. Sie können elektrisch aus dem Stromnetz, mit Akkumulatoren oder mit Batterien, aber auch mit Gas betrieben werden.

zurück
 

Licht
Der Mensch ist durch die Evolution auf das natürliche Licht der Sonne ausgerichtet.
Kunstlicht, also das Licht von Lampen, ist aber heute ebenfalls ein großer Bestandteil des Alltags. Es gilt daher, Kunstlicht so zu inszenieren, dass der Mensch seine Sehaufgaben angenehm bewerkstelligen kann und sich dabei wohlfühlt.
Unser Auge ist nicht für alle Wellenlängen gleich empfindlich. Das Empfindlichkeitsmaximum liegt ungefähr dort, wo auch die Sonne die maximale Strahlung liefert.
Licht ist sichtbare Strahlung von 380 – 760 nm Wellenlänge. Es gibt also kein UV-Licht, nur UV-Strahlung.

zurück
 

Lichtfarbe
Die Lichtfarbe beschreibt das Ambiente, welches das Lampenlicht schafft, d. h. wie warm oder kalt ein Raum unter dem Licht einer bestimmten Lampe erscheint. In der Lichtindustrie werden diese Eindrücke mit Begriffen wie etwa warmweiß oder kaltweiß beschrieben. Im Praxisalltag sind Lichtfarben jedoch schwer zu beurteilen. Speziell Leuchtstofflampen werden aber bei direkter Beobachtung der Lampe dem Anschein nach als "kalt" oder "warm" beurteilt. Andere Lichtquellen sind häufig zu hell und können nicht direkt beobachtet werden. Dann kann die Lichtfarbe am besten beurteilt werden, indem man mit der Lampe einen weißen Hintergrund beleuchtet. Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, dass die "warme" oder "kalte Ausstrahlung" eines Raumes in starkem Maße von dessen Einrichtung abhängt. Da die Worte "warm" und "kalt" in erster Linie mit Temperaturen in Verbindung gebracht werden, steht neben der Lichtfarbe zur Beschreibung des Farbeindrucks auch der technische Begriff der Farbtemperatur zur Verfügung (siehe nächste Seite).

zurück
 

Lichtstrom
Die Kurzbezeichnung für Lichtstrom ist Φ. Damit wird die gesamte pro Sekunde von einer Lichtquelle ausgestrahlte Lichtleistung bezeichnet. Die Einheit des Lichtstroms ist das Lumen (lm)
Beispiele:

75W Glühlampe:900 lm
39W Leuchtstofflampe:3.500 lm
250W Hochdruck-Natriumdampflampe:30.000 lm
2000W Metall-Halogendampflampe:200.000 lm

zurück


 

Lichtstärke
Die Kurzbezeichnung für Lichtstärke ist I. Diese wird als der in einer bestimmten Richtung ausgestrahlte Lichtstrom definiert. Die Einheit der Lichtstärke ist die Candela (cd)
Beispiele (Bündelmitte):
• 5W Fahrradlampe ohne Reflektor: 2,5 cd
• 5W Fahrradlampe mit Reflektor: 250 cd
• 120W Reflektor-Glühlampe: 10.000 cd
• Leuchtturm: 2.000.000 cd

zurück
 

Lichttechnische Größen
Für die moderne Lichtplanung sind 5 lichttechnische Größen erforderlich.
• Lichtstrom Φ (lumen, lm) = Lichtmenge in alle Richtungen
• Lichtstärke I (candela, cd) = gerichteter Lichtstrom (z. B. Reflektorlampe)
• Beleuchtungsstärke E (lux, lx oder lm/m2 ) = Lichtstrom auf Fläche
• Leuchtdichte L (candela pro m2 , cd/m2 ) = gerichteter Lichtstrom auf Fläche (z. B. Netzhaut)
• Blendung UGR (Unified Glare Rating) = wie störend eine Lichtquelle ist

zurück


 

Metall-Halogendampflampen
Metall-Halogendampflampen wurden aus der Hochdruck-Quecksilberdampflampe entwickelt, indem andere Metalle in der Form von Halogensalz dem Entladungsgas beigefügt wurden. Da jedes der Metalle sein eigenes charakteristisches Strahlungsmuster aufweist, hat dies zu einer erheblichen Verbesserung der Lichtausbeute und der Farbqualität geführt.

zurück


 

Niederdruck-Natriumdampflampen
Bei einer Niederdruck-Natriumdampflampe wird die sichtbare Strahlung unmittelbar durch die Entladung von Natrium erzeugt. Sie strahlt den größten Teil der Energie im sichtbaren Bereich des Spektrums mit Wellenlängen von 589 und 589.6 nm ab (das charakteristische gelbe Natriumlicht). Bei der Zündung erzeugen Natriumdampflampen zunächst eine rote Farbe. Dies wird durch Neon verursacht, das ebenfalls ein Bestandteil der Gasfüllung ist und zum Auslösen des Entladungsprozesses dient. Diese Lampen müssen mit einer sehr effizienten Wärmeisolation versehen sein, da sie von sich aus nur sehr wenig Wärme produzieren. Die Lichtausbeute der Lampe ist sehr hoch.
zurück

Sockel

Hier finden Sie eine Übersicht der gängigen Sockeltypen

zurück

T-Bezeichnung
Die gerade Röhre ist noch immer die beliebteste Leuchtstofflampen-Ausführung; dieses Format besaß bereits die erste Leuchtstofflampe, die in den frühen 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden wurde.

Verschiedene Röhrentypen können auch anhand ihres Durchmesser und ihrer Länge (sowie durch ihre Leistungsaufnahme) identifiziert werden. Europäische Lampenhersteller geben die Abmaße in Millimetern an, das ursprüngliche Bemessungssystem stammt jedoch aus Amerika und beschreibt den Durchmesser in Vielfachen von 1/8 Zoll sowie die Länge in Fuß. Dieses Bemessungssystem wird noch heute in der Licht- und Elektrobranche angewendet.

Röhrendurchmesser werden noch immer anhand der T-Bezeichnungen angegeben.

T-BezeichnungDurchmesser
T27 mm
T39 mm
T516 mm
T826 mm
T1238 mm

zurück
 

Vorschaltgerät
Sämtliche Entladungslampen weisen eine negative Strom-Spannungscharakteristik auf, d.h. die Spannung nimmt ab, wenn der Strom zu nimmt. Im Gegensatz zu Glühlampen reduziert sich der Widerstand mit steigender Temperatur. Ohne Vorschaltgerät würde eine Entladungslampe beim Anlaufen immer mehr Strom aufnehmen und sich schließlich selbst zerstören.

Ein Vorschaltgerät wird mit der Lampe in Reihe geschaltet und begrenzt den von der Lampe aufgenommenen Strom. Es kann als elektronisches oder nicht-elektronisches (konventionelles) Vorschaltgerät ausgeführt sein und ist für Leuchtstofflampen und Hochdruckentladungslampen zwingend erforderlich.

Auch Transformatoren für Niederspannungs- Glühlampen werden als Vorschaltgeräte bezeichnet, weil sie die Versorgungsspannung der Lampe steuern. Herkömmliche Transformatoren sind große, schwere Geräte, sie werden heutzutage durch effiziente und leichte elektronische Kompaktversionen ersetzt.

zurück
 

Watt
Elektrizität ist eine Energieform und die Bezeichnung ist Watt. In der Wissenschaft wird der Durchsatz von Energie Leistung genannt. Bei elektrischen Geräten wird für Leistung auch der Begriff "Anschlusswert" verwendet.
zurück


Auszug-Hersteller

Philips Osram Lival Nordic Aluminium Hera Beghelli Praezisa
Am Papenbusch 5 · D-58708 Menden · fon +49 (0) 23 73 | 96 94 - 44 · fax +49 (0) 23 73 | 96 94 - 20 · mail@lindner-licht.de